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Vanessa ist Junioren-Weltmeisterin

Wiebke Glamm und Vanessa Stramke zeigten sich in Portugal in starker Verfassung.

Was für ein Finaltag bei den Kanu-Weltmeisterschaften der U23 und Junioren in Portugal: Am letzten Wettkampftag in Montemor-O-Velho gab es gleich drei Medaillen für den SC Neubrandenburg und als Krönung sogar einen Weltmeistertitel.
Die 17-jährige Vanessa Stramke fuhr im K2-Mix mit Jan Graf aus Sprockhövel zu Gold über 500 Meter. Das Duo ließ gestern Nachmittag im Finale in 1:45,50 Minuten den Ungarn und Italienern keine Chance. „Ich bin super-stolz“, sagte ihre Trainerin beim SCN, Lisa Schiffer. Der Mix-Wettbewerb wurde erstmals bei einer Weltmeisterschaft ausgetragen, soll künftig aber bei allen großen Wettkämpfen zum Programm gehören. „Die Mix-Wettbewerbe sind spannend und interessant. Das Format kam hier gut an, das hat man auf der Zuschauertribüne gespürt“, sagte Lisa Schiffer.
Für Vanessa Stramke war es die zweite Medaille am letzten Tag in Portugal: Am Vormittag hatte sie mit dem deutschen Junioren-K4 bereits Silber auf der 500-Meter-Strecke geholt. Das Team mit Vanessa Stramke, Estella Damm, Jette Brucker und Marie Allendorf musste in 1:40,51 nur die favorisierten Ungarinnen (1:39,30) vorbei ziehen lassen. Bronze ging an Spanien.

Opens external link in new windowLink zum Rennen - Silberlauf ab 1:30,31 und Goldlauf ab 4:24,40

Auch ihre Neubrandenburger Clubkollegin Wiebke Glamm wird heute die Heimreise mit einer Silbermedaille im Gepäck antreten können. Die SCN-Paddlerin belegte gestern mit dem K4 über 500 Meter Platz zwei in der Altersklasse U23. Das Boot mit Wiebke Glamm, Josefine Landt, Katharina Diederichs und Xenia Jost gab sich in 1:38,74 Minuten nur den ungarischen Frauen (1:36,31) geschlagen. Bronze ging an Russland (1:39,41).
Im K1 über 200 Meter schied Wiebke Glamm hingegen im Halbfinale aus. Im B-Finale paddelte die 19 Jahre junge Neubrandenburgerin dann auf Platz vier (43,02 Sekunden). Weltmeisterin im K1 über 200 Meter wurde Frederike Matthiesen aus Dänemark in 40,28 Sekunden. „Aus Neubrandenburger Sicht war es eine Super-WM, unsere Mädchen sind sehr zufrieden und unheimlich stolz“, sagte Lisa Schiffer. Die Kanu-Bundesstützpunktleiterin in der Viertorestadt räumte ein, dass man sich im Vorfeld schon die eine oder andere Medaille ausgerechnet, dies aber etwas zurückhaltender kommuniziert hatte.
„Umso schöner ist es, dass die Mädchen dem Druck, den sie sich auch selbst gemacht haben, Stand gehalten haben“, sagte Lisa Schiffer, die bei der WM in Portugal erstmals auch als Bundesauswahltrainerin für die weiblichen Junioren fungierte.Insgesamt kam der Deutsche Kanu-Verband (DKV) in Montemor-O-Velho auf fünf Goldmedaillen, achtmal Silber und fünf Bronzemedaillen und belegte damit im Medaillenspiegel Rang drei. Stärkste Kanu-Nation mit 29 Mal Edelmetall war einmal mehr Ungarn. Die ungarischen Sportler gewannen allein 17 Weltmeistertitel. Platz zwei ging an Russland mit 22 Medaillen.

Quelle: Nordkurier

Bilder von der Begrüßung (Quelle A. Alberts)

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